Die Jukebox als Musikmedium

„Wurlitzer Jukebox“ heißt einb Stück der walisischen Band Young Marble Giants. Und spätestens seit dem in den achtziger Jahren einsetzenden Fifties-Revivals ist die Musikbox ein Kultobjekt. Doch eigentlich ist sie schon erheblich länger around. Das Groschengrab, das mit den ursprünglich aktuellen 7“-Singles bestückte Kultobjekt, hatte seine Blütezeit, sein „Golden Age“ in den Vierzigern und Fünfzigern. Und in den Modellen, die bis in die mittleren 1960er hergestellt wurden, konnte man sehen, was abging: die Abspielautomantik war sichtbar. In den späten Achtzigern / frühen Neunzigern wurde dann die Schallplatte stilloser Weise durch die CD ersetzt. Das war zwar praktisch, hatte aber keinerlei Charme. Zugegeben, klanglich erleidet ein Lied in einer halb seriösen Kneipe keinen Schaden an, wenn es von CD aus dem Kasten kommt, doch das Gefühl ist nie und nimmer dasselbe. Es mag bloß Nostalgie sein, aber das Design der neumodischen Jukeboxen, die noch vereinzelt in Lokalen aufgestellt sind, lässt einfach zu wünschen übrig. Vornehmlich sind es einfache Arbeiterkneipen, die auf das Medium der Musikbox zurückgreifen, und es taugt ja auch immer noch zu einem großen Amüsement wenn die, ähem, Nacht am tiefsten ist.

 

Die Musikbox als soziales Ereignis

 

Die Jukebox („jook“ ist kreol für „obszöne Musik“) führt Menschen zusammen, mehr als der bloße Musikgenuss in der Kneipe. Denn die Jukebox selbst ist ein Ort der Interaktion, der Diskussion, der Information und des Streits. Eigentlich schon schade darum, dass sie kaum noch genutzt wird.

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